JAHRGANG 2008
Einen Winter gab es nicht wirklich. Das Jahr hat mit sehr wenig
Niederschlag, und warmen Temperaturen begonnen. Die gesamte Niederschlagsmenge
des Jahres, betrug Ende Februar 50 Liter und die Tagesmitteltemperatur
5 Grad Celsius. Im März, bekamen wir 70 Liter Regen, der
sehr gut als Ausgangspunkt für die Vegetationsperiode war.
Die Tageshöchstwerte waren mit bis zu 17 Grad Celsius sehr
hoch. Dazwischen gab es noch 2-3 Nächte mit Temperaturen
um den Gefrierpunkt.
Austrieb der Reben war Mitte April. Ende des Monats kam noch mal
Regen und anschließend eine sehr warme Zeit die das Wachstum
begünstigte. Ende Mai bis Anfang Juni setzte die Blüte
ein. Morgens sehr viel Nebel und eine Blattnässe bis mittags
begünstigten den Pernosporabefall.
7.7. ein eisiger Nachmittag. Hagel mit sehr viel Regen zog strichweise
über einzelne Lagen hinweg. Betroffen waren Lagen am Heideboden
als auch am Wagram. Die Trauben waren zu diesem Zeitpunkt noch
grün und hart. Angeschlagene Beeren vertrockneten und fielen
zum Teil aus. Durch mühsame Handarbeit konnten wir noch einiges
an Schäden begrenzen.
Am 15.8. um 23 Uhr noch einmal Hagel der die jetzt weichen und
süßen Beeren starkt schädigte. Glück im Unglück
war das der Hagel die selben Rieden traf wie der erste Hagel im
Juli.
Erntebeginn war die 2. Woche im September. Die Tage wurden kühler
und trocken. Vereinzelt war es morgens etwas feucht. Aber durch
die richtige Wahl des Erntezeitpunktes war das nicht von Nachteil.
Im Oktober wurde es noch mal wärmer und ganz trocken das
die spätreifenden Sorten begünstigte. Schwierig war
die Auslese der durch Hagel geschädigten Trauben. Wenn gut
selektioniert wurde oder Teilstücke überhaupt weggelassen
wurden, kam man zu einer beachtlichen Qualität.
Die Weißweine des Jahrgangs sind sehr fruchtige, fein strukturierte
Weine, unterlegt mit eleganter Säure. Die frühen Sorten
bei den Roten sind elegante fruchtige Weine mit viel Potetial.
Sehr gelungen sind die späteren Sorten wie der Blaufränkisch.
Das sind komplexe fruchtige Weine mit einer feinen Tanninstrucktur.
Durch die gute Säure wirken sie sehr ausgewogen und haben
einen langen Abgang.
Zusammenfassend kann ich behaupten, das die Weißen, mit
ihrer guten Säurestrucktur so gut wie schon lange nicht sind.
Die Rotweine je nach Standort von sehr gut bis herausragend sind.
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